Tag 14 (30.07.2015) – Türkei

An Tag 14 hatten wir einen Ehrengast zu Besuch. Als wir das Zelt aufräumten, kam uns ein gepanzerter Freund entgegen, der sich wohl in der Nacht unter das kuschlige Zelt geschlichen haben muss. Eine Landschildkröte freute sich auf den raren Besuch und hatte es dann auch nicht eilig zu gehen (haha, Flachwitz). Im Abenteuer-Modus probierten wir dann erstmals eine Strasse aus, die weder auf Karte, noch auf dem Handy sichtbar war. Und prompt verirrten wir uns im türkischen Hochland. Dafür lernten wir ein waschechtes Hirtendorf kennen, in welchem uns die Schäfer wiedermal frenetisch feierten und uns fast nicht mehr gehen liessen. Eines haben wir mittlerweile gemerkt: Umso weniger touristisch das Gebiet, desto freundlicher und liebevoller die Menschen.Weiter ging es dann halt doch wieder zum Touristenpol Göreme in Kappadokien. Dieser Ort gehört durch seine Felsendenkmäler zum Unesco Weltkulturerbe. Vor Millionen Jahren haben hier Gletscher und verschiedene Vulkanausbrüche für jene Raketenartige Felsentürme gesorgt. Die ersten Christen machten sich diese Form zu Nutzen und höhlten sie von innen aus, was heutzutage zu einem witzigen Landschaftsbild führt. In einem Steinkeller konnten wir dann auch übernachten und hängten gerade noch einen Tag dran, um mehr von der seltsamen, aber wunderschönen Gegend sehen zu können.

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Unser Gastgeber beim Wild-Camping

Übrigens: Dass wir momentan Kilometertechnisch nicht wirklich vom Fleck kommen hat einen (guten) Grund. Wir haben drei unserer wichtigsten Karten für die weiten, östlichen Länder unter anderem Usbekistan, Kasachstan, Teile von Russland und der Mongolei in der Schweiz vergessen. Diese bringt ein freundlicher Arbeitskollege von Gabriel am 1. August mit in die Türkei ans schwarze Meer, womit die Weiterfahrt, nach dem Iran, hoffentlich erheblich erleichtert wird.

Zudem ist die Türkei momentan in einen Zwei-Fronten-Konflikt verwickelt und es besteht einerseits mit dem IS an der Grenze zu Syrien, und andererseits mit der PKK (Kurdische Extremisten) im Irak und in der Südtürkei eine angespannte Situation mit militärischen Anschlägen. Dies ist für uns momentan nicht gefährlich, jedoch fahren wir für den Iran-Übertritt nahe am kurdischen Gebiet durch. Wir tätigen deshalb momentan noch alle Abklärungen und stehen mit dem EDA in Kontakt, sodass wir letztendlich mit gutem Gewissen weiterreisen können. Wichtig: Der IS tangiert uns aber auf keinen Fall und die Kurden um die PKK sind nicht unbedingt für terroristische Aktivitäten berühmt.

Ein Gedanke zu „Tag 14 (30.07.2015) – Türkei“

  1. Hey Pandariders!

    Erst einmal herzliche Gratulation für die gelungene Mongolrally und die sehr informative Website. Wir, die FiveFools (and no Mechanic), aus Winterthur haben uns für die Mongolrally 2016 angemeldet. Unter anderem auch durch die Inspiration eurer Website.
    Wie ihr selbst erwähnt habt, gab euch auch ein ehemaliges schweizer Team hilfreiche Tipps und nun wollten wir anfragen ob wir von eurer Erfahrung profitieren dürften?

    Mit herzlichem Gruss,

    Semjon & ( Yves, Moritz, Lynn, Judith )

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