Moments Of Glory / Part 1

Moments of Glory / Part 1

MOG

Auf solch einer Reise lernt man viele neue Menschen und Kulturen kennen, wobei sich immer wieder sehr Amüsantes ereignet.

Zu Beginn ein paar Storys von anderen Absolventen der Mongol-Rally:
  1. Einem englischen Team, welches 2 Tage vor uns den Pamir überwunden hat, ist mitten in der Pampa die Bremse ausgestiegen. Innovativ wie sie waren, sind sie im Anschluss drei Viertausender rückwärts hinuntergefahren um mit dem 1. Gang mittels Kupplung und Gas bremsen zu können.
  1. Ein Team vor 2 Jahren, das mit unserem befreundeten Team „Cocopelli“ unterwegs war, hat sich so in die Haare gekriegt, dass sie eine Person kurzerhand aus dem Auto schmissen. Dieser aber gab keineswegs klein bei und versuchte seinen Ex-Kollegen via hitchhiking nachzureisen. Als er sie Tage später gar überholt hatte, wollte er seine Chance beim Schopf packen und hoffte um eine Versöhnung. Da diese aber einfach vorbeifuhren drehte der Alleinige so durch, dass er Ziegelsteine nach dem Auto warf.
  1. Ein englisches Team hatte ziemliches Visa-Chaos. Dies merkten sie aber erst am russischen Zoll. So hatten nämlich sämtliche Mitglieder einen anderen Einreisetag. Da aber ihr Kasachstan-Visum auch abgelaufen war, waren sie 6 Tage im staatenlosen Gebiet zwischen den beiden Zöllen gefangen. Sie gründeten also den eigenen Staat Taxistan, hissten jeden Tag ihre Flagge und sangen dazu ABBA als Nationalhymne. Sie erstellten sogar ihre eigene Passkontrolle.
  1. Ein englischer Absolvent aus diesem Jahr hatte sein Ankommen im Ziel dermassen ausgiebig gefeiert dass er sich am nächsten Morgen auf einem Hausboot auf dem Baykal-See wiederfand. Leider aber hatte er keine Ahnung, wie er hierher gekommen war und sein Flieger in die Heimat war auch bereits in den Lüften.
  1. Unser Welschschweizer Kollegen-Team Genghis Tell hatte vor Abreise einen Interview-Termin beim grössten Radiosender der West-Schweiz. Auf die Frage, ob sie denn bereits irgendwelche Rally-Erfahrungen mitbringen, sagte der eine: Auf jeden Fall! Als es die Moderatorin dann etwas genauer wissen wollte, erklärte er, dass er immer wieder auf der Playstation geübt hatte. Die symphatischen Jungs haben es übrigens nicht geschafft, da sie das usbekische Visum verschwitzt hatten. Ende Iran war dann Schluss für sie.

 

Rubrik Kleidung und Auftreten:
  1. Samuel ist nun seit der Türkei und über einen Monat schuhwerkslos. Das erste Mal sind seine Treter vom Autodach gefallen und die iranischen Ersatzschuhe versenkte er darauffolgend im tiefen Bachbett in Tadschikistan. So ist er also in Discos und Restaurants meistens mit den klassischen Adidas-Adiletten unterwegs. Diese gehören aber auch nicht ihm, so dass er oftmals auf die Hoteleigenen Fliess-Bade-Schlarpen ausweichen muss. Stets eine exotische Abwechslung im sowjetischen Nachtleben. Auch den eiskalten Pamir mussten wir mit nur zwei paar Schuhen durchzittern.
  1. Wir sind der Hotelschreck schlechthin! Insofern wir mal ein Hotel aufsuchen, schauen wir meist sonst schon relativ mitgenommen und stinkig aus. Das ganze toppen wir dann aber mit unseren Reisetaschen. Keiner von uns hat einen Koffer oder eine Tasche dabei, so dass wir alle die guten alten Seenger Abfallsäcke zweckentfremden mussten. So trampen wir jedes Mal mit zwei Ködersäcken unter den Armen in die Hotels der Welt.
  1. Samuel muss nun seit Abfahrt auf Zwang der anderen beiden Kollegen nur seinen wunderschönen Schnauz stehen lassen. Da es aber noch nicht für eine buschige Pracht reicht, bleibt es beim fortgeschrittenen Teenie-Flaum. Ganz zur Freude seiner beiden Teamkameraden, die sich jeden Morgen daran ergötzen und den Fortschritt fotografisch dokumentieren. Auch für die Leute, die wir kennenlernen, ist dies immer wieder ein Highlight und sorgt für Lacher. Sieht wirklich bescheuert aus, aber bei so einem Unterfangen kann man sich ja mal gehen lassen.

 

Rubrik Grenzbeamte:
  1. Abgesehen, dass die turkmenischen Grenzbeamten mindestens 30mal gefragt haben, ob wir nicht doch einen Helikopter mit uns führen, waren sie felsenfest überzogen, dass unser Traubenzucker gepresstes und eingefärbtes Kokain war. Allgemein fanden sie sehr gefallen an unserem Arzneikoffer, wobei die ganze Grenz-Patrouille ihre Wunden und alten Narben mit unseren Pflastern und Merfen-Sprays verarztete.
  1. Der usbekische Grenzbeamte war sich definitiv sicher, dass Roger und Gabriel Brüder oder Zwillinge wären, wobei er sie zwang, ihn nun nicht mehr anzulügen und einfach Zwillinge zu sein.
  1. Dem Patron des kirgisischen Zolls haben wir es sichtlich angetan. Der knallharte Bursche wollte unbedingt mit uns auf Sauf-Tour kommen und Mädchen klar machen (gelinde ausgedrückt). So tauschten wir Nummern und er versprach uns, dass er in uns in zwei Tagen in die Hauptstadt nachreisen würde. Wurde dann aber nichts draus. Genau derselbe drohte unserem tadschikischen Abschlepper beiläufig aber immer wieder, ihn über Nacht einzubuchten. Während wir uns amüsierten, traute sich unser Freund kein einziges Mal aufzuschauen.
  1. An einer Party in Bulgarien wurden uns durch eine Promo-Tour Zigaretten geschenkt. Diese schmecken allerdings so abscheulich, dass wir diese fortan nur noch als Bestechungs-Mittel für Polizisten und Zöllner verwenden. Dies sorgt immer wieder für verzogene Gesichter. Ein kirgisisches Opfer war einmal wohl gar dem Brechreiz nahe.

Part 2 comming soon…

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